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Quellenkritik in digitalen Medien

Aufgabenblatt zur systematischen Bewertung von Informationsquellen — von Social Media über Nachrichtenportale bis zu KI-generierten Inhalten.

KI-Kontext

In einer Welt, in der KI-generierte Texte, Bilder und Videos kaum von authentischen Inhalten zu unterscheiden sind, wird Quellenkritik zur Schlüsselkompetenz. Dieses Aufgabenblatt trainiert systematisches Hinterfragen, ohne in pauschales Misstrauen zu verfallen.

Geförderte Kompetenzen

  • Informationsquellen systematisch bewerten
  • KI-generierte Inhalte erkennen
  • Zwischen Fakten, Meinungen und Desinformation unterscheiden
  • Eigene Mediennutzung reflektieren
  • Prüfstrategien anwenden (Lateral Reading, CRAAP-Test)

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Überblick für Lehrkräfte

Dieses Aufgabenblatt bietet einen strukturierten Zugang zur Quellenkritik, der traditionelle Methoden mit den Herausforderungen der KI-Ära verbindet.

Warum dieses Thema jetzt?

Mit der Verbreitung generativer KI ist die Menge an synthetisch erzeugten Inhalten sprunghaft angestiegen. Schülerinnen und Schüler begegnen täglich Texten, Bildern und Videos, deren Herkunft nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Quellenkritik ist damit nicht mehr nur ein Thema des Geschichtsunterrichts, sondern eine alltägliche Notwendigkeit.

Aufgabenstruktur

Das Blatt enthält fünf Aufgaben in drei Schwierigkeitsstufen:

Grundlagen (Aufgaben 1–2)

  • CRAAP-Test anwenden: Schüler bewerten eine vorgegebene Quelle nach den Kriterien Currency, Relevance, Authority, Accuracy, Purpose
  • Lateral Reading: Statt eine Quelle isoliert zu lesen, wird geprüft, was andere Quellen über den Autor und die Plattform sagen

Anwendung (Aufgaben 3–4)

  • KI-Texterkennung: Drei Texte zum gleichen Thema vergleichen — einer KI-generiert, einer redaktionell, einer aus Social Media
  • Bildquellenkritik: KI-generierte Bilder von echten Fotografien unterscheiden und die eigenen Erkennungsstrategien dokumentieren

Reflexion (Aufgabe 5)

  • Medientagebuch: Eine Woche lang die eigene Mediennutzung dokumentieren und die Qualität der konsumierten Quellen bewerten

Einsatzmöglichkeiten

  • Fächerübergreifend: Kombinierbar mit Deutsch, Geschichte, Politik, Ethik
  • Projektwoche: Aufgaben 1–4 als Workshop, Aufgabe 5 als Langzeitbeobachtung
  • Doppelstunde: Aufgaben 1–3 sind in 90 Minuten bearbeitbar

Differenzierung

  • Leistungsstärkere: Zusätzlich eigene Desinformations-Beispiele recherchieren
  • Förderbedarf: Vorstrukturierte Bewertungsbögen nutzen (im PDF enthalten)

Schlagwörter

medienkompetenzquellenkritikki-kompetenzdesinformation