Löse die folgenden quadratischen Gleichungen mit Hilfe der pq-Formel und bestimme jeweils die Lösungsmenge.
- (a) x2−5x+6=0
- (b) 2x2+4x−16=0
- (c) x2+6x+9=0
Hinweis: Die pq-Formel lautet für die Normalform x2+px+q=0:
x1,2=−2p±(2p)2−q
Der Ausdruck unter der Wurzel heißt Diskriminante: D=(2p)2−q.
x2−5x+6=0
Die Gleichung liegt bereits in Normalform vor. Wir lesen ab: p=−5 und q=6.
Diskriminante berechnen:
D=(2−5)2−6=425−6=425−424=41
Da D>0, gibt es zwei verschiedene Lösungen.
pq-Formel anwenden:
x1,2=−2−5±41=25±21
x1=25+21=3x2=25−21=2
L={2;3}
Probe: 32−5⋅3+6=9−15+6=0 ✓ und 22−5⋅2+6=4−10+6=0 ✓
2x2+4x−16=0
Die Gleichung ist nicht in Normalform, da der Koeffizient vor x2 nicht 1 ist. Wir dividieren die gesamte Gleichung durch 2:
x2+2x−8=0
Jetzt lesen wir ab: p=2 und q=−8.
Diskriminante berechnen:
D=(22)2−(−8)=1+8=9
Da D>0, gibt es zwei verschiedene Lösungen.
pq-Formel anwenden:
x1,2=−22±9=−1±3
x1=−1+3=2x2=−1−3=−4
L={−4;2}
Probe: 2⋅22+4⋅2−16=8+8−16=0 ✓ und 2⋅(−4)2+4⋅(−4)−16=32−16−16=0 ✓
x2+6x+9=0
Die Gleichung liegt in Normalform vor. Wir lesen ab: p=6 und q=9.
Diskriminante berechnen:
D=(26)2−9=9−9=0
Da D=0, gibt es genau eine Lösung (doppelte Nullstelle).
pq-Formel anwenden:
x1,2=−26±0=−3±0
L={−3}
Erkenntnis: Die Gleichung lässt sich auch als binomische Formel schreiben:
x2+6x+9=(x+3)2=0
Die Diskriminante D=(2p)2−q bestimmt die Anzahl der Lösungen:
| Diskriminante | Anzahl der Lösungen | Beispiel |
|---|
| D>0 | Zwei verschiedene reelle Lösungen | Gleichung (a) und (b) |
| D=0 | Eine doppelte reelle Lösung | Gleichung (c) |
| D<0 | Keine reelle Lösung | — |
| Gleichung | p | q | Diskriminante D | Lösungsmenge |
|---|
| x2−5x+6=0 | −5 | 6 | 41>0 | L={2;3} |
| 2x2+4x−16=0 | 2 | −8 | 9>0 | L={−4;2} |
| x2+6x+9=0 | 6 | 9 | 0 | L={−3} |
Merke: Vor dem Anwenden der pq-Formel muss die Gleichung immer zuerst in die Normalform x2+px+q=0 gebracht werden (Koeffizient vor x2 muss 1 sein).