Michael Faraday
Entdecker der elektromagnetischen Induktion — machte Elektrizität nutzbar und legte den Grundstein für Elektromotoren und Generatoren
„Nichts ist zu wunderbar, um wahr zu sein, wenn es mit den Naturgesetzen vereinbar ist."
Lebenswerk
Michael Faraday kam aus ärmsten Verhältnissen — er war Sohn eines Schmieds und lernte als Buchbinderlehrling. Durch Selbststudium und die Förderung des Chemikers Humphry Davy wurde er zu einem der bedeutendsten Experimentalphysiker aller Zeiten. Er entdeckte die elektromagnetische Induktion: Ein sich änderndes Magnetfeld erzeugt elektrischen Strom. Dieses Prinzip steckt in jedem Generator, jedem Transformator, jedem Elektromotor. Faraday führte die Begriffe Kathode, Anode, Elektrolyt und Ion ein. Obwohl er keine höhere Mathematik beherrschte, entwickelte er das Konzept der Feldlinien — eine intuitive Vorstellung, die Maxwell später mathematisch formalisierte.
Wichtigste Beiträge
- Elektromagnetische Induktion: Grundlage für Generatoren und Motoren
- Konzept der elektrischen und magnetischen Feldlinien
- Gesetze der Elektrolyse (Faradaysche Gesetze)
- Erster elektrischer Generator (Faradaysche Scheibe)
- Entdeckung des Faradayschen Käfigs